Schweizer Festungen - Fortifications in Switzerland

Home Aktuell Festungen Geschuetze Bunkertarnung Spurensuche Diverses WW 1914-18 Elsass-Bahnen FH Hauenstein Links Archiv Ueber mich

 

Spurensuche - Discovery tours

Inhalt dieser Seite / Index of this page:

bulletNr. 17 - Vogtei-Grenzsteine bei Härkingen
bulletNr. 16 - Grenzsteine zwischen Oensingen und Aare bei Wolfwil
bulletNr. 15 - Juraschlucht-Sperren zwischen Viques und Gänsbrunnen
bulletNr. 14 - Sperren in den Jura-Schluchten von Moutier und Court   
bulletKarte der Routen von Spurensuche Nr. 8 - 12
bulletNr. 13 - Spurensuche in "Fortifikation Hauenstein" / discovery "FH"
bulletNr. 12 - Von Frick über Kienberg-Salhöhe nach Erlinsbach / Frick - Salhöhe road
bulletNr. 11 - Von Rothenfluh nach Stüsslingen / Between Eibach and Aare valley  
bulletNr. 10 - Im Eital, von Gelterkinden nach Wisen / Eibach valley    
bulletNr. 9 - Unterer Hauenstein / Lower Hauenstein pass road      

   Karte Spurensuche-Artikel #  8-12: Anklicken zum Vergrössern!

bulletFrühere Artikel auf separater Seite / previous articles on separate pages:
 
   Titel / title  Datum / published
 Spuren 5-8  Nr. 8 Sperren im Diegtertal / Road blocks & bunkers south of Liestal  März 2007
 Spuren 5-8  Nr. 7 Sperren zwischen Bubendorf und Meltingen / Bunkers between Liestal and Laufen  Aug. 2006
 Spuren 5-8  Nr. 6 Passwang-Sperren / Passwang pass road blocks  März 2005 / Jan. 2007
 Spuren 5-8  Nr. 5 Fortifikation Hauenstein II - Beobachtungsposten "Lauchweid" / observation post  Juli 2003
 Spuren 1-4  Nr. 4 Sperren der Magadino-Ebene (TI) - Magadino fortifications  Juni 2003
 Spuren 1-4  Nr. 3 Befestigungen am Scheltenpass / Fortifications Col de la Scheulte  July 2003 / Dec. 2006
 spuren_1-4.htm  Nr. 2 Oberer Hauenstein-Pass - Upper Hauenstein pass road  Januar 2003 / July 2006
spuren_1-4.htm  Nr. 1 Fortifikation Hauenstein I (Kappel-SO) - WW1 Fortification Hauenstein I (Kappel)  Mai 2003

 

Spurensuche Nr. 17,  Vogtei-Grenzsteine bei Härkingen

Den meisten Autofahrern ist Härkingen (SO) als Autobahn-Kreuz A1 / A2 und als Stauproblem bekannt. Bei Recherchen zur „Solothurner Grenzbesetzung von 1789 – 1798“ stiess ich im „Jahrbuch für Solothurner Geschichte“ von 1947 auf eine Liste mit historischen Grenzsteinen in Härkingen zwischen den Vogteien Neu-Bechburg und Falkenstein. Grenzsteine von 1719 zwischen Vogteien – das war mir neu.

Die Karte von Major J. B. ALTERMATT von 1795-1798 (schon für „Spurensuche Nr. 16“ verwendet) zeigt, dass die Vogtei Falkenstein im Bereich Egerkingen – Härkingen – Neuendorf wie ein Keil in Richtung Aare ins Gebiet der Vogtei Neu-Bechburg hineinragte.

   2x Anklicken für Vergrösserung; R302 025a

1402 kaufte Solothurn die Hälfte der Herrschaft Neu-Falkenstein im Thal, dazu noch die Vogtei „Äusseres Amt Falkenstein im Gäu mit den Dörfern Egerkingen, Härkingen und Neuendorf. 1463 gelangten auch Oensingen, Oberbuchsiten, Niederbuchsiten und Kestenholz in den alleinigen Besitz von Solothurn. Sie bildeten, ab 1518 mit dem früher erworbenen Wolfwil, bis 1798 die Vogtei (Neu-)Bechburg, Äusseres Amt. Gemäss „Gäu“ in Historisches Lexikon der Schweiz unter: www.hls-dhs-dss.ch/

 

Unsere Grenzbegehung beginnt südlich Neuendorf, am Waldeingang südlich des Gehöftes „Moos“. Von dort verlief die 1719 fixierte Grenze geradlinig durch den Wald nach Süden zum Grenzstein „Aglismatt“. (siehe detaillierte Tabelle am Ende des Artikels)
An der Strasse Neuendorf – Fulenbach markiert 150 Meter nach dem Waldeingang ein neuer Stein den heutigen Grenzverlauf.

Sehenswert ist jedoch der folgende Stein von 1719, „Engelistein genannt, auf der alten Grenze, am „Engelisteinweg“ genannten Waldweg auf der Hügelkuppe. Die Jahrzahl 1719 und der Buchstabe „F“ für „Falkenstein“ zeigen, dass es sich um einen Vogtei-Grenzstein handelt.

   „Engelistein“; rund 40 Meter E der Strasse; R324 014a; Jan. 2012

Ab dem nächsten Stein in der markanten Strassenkurve von Aglismatt folgte die Vogteigrenze dem Abhang nach Osten.

Im Bereich „Chabisban“ ist der meist metertiefe Graben als ursprüngliche Grenzmarkierung auf rund 400 Metern noch gut erhalten. Mindestens ein „Läuferstein“ ist am Grabenrand aufzufinden.

                            
Läuferstein am Graben,                     Grenzgraben, bei „Chabisban“, 628’050/236’730
R324 022a
;                                      R324 024a; Jan. 2012

Der Strasse entlang von „Chabisban“ folgend erreicht man den Eckstein, der die Vogteigrenze im Südwesten fixierte. Er weist keine Jahreszahl auf und könnte (wie der Eckstein im SE ) bereits VOR 1719 gesetzt worden sein.

Die Grenze biegt hier als heutiger „Fulenbacher Grenzweg“ rechtwinklig ab.

                

Ab dem SW Eckstein verläuft die Grenze 2500m lang fast geradeaus zum SE Eckstein „Dreiangel“.

Auf diesem „Fulenbacher Grenzweg“ gelangt man zum Grenzstein Nr. 26 von 1719, mit den Inschriften „B“ auf der südlichen Seite (für Vogtei Bechburg), sowie „1719“ und „F“ (für Vogtei Falkenstein) auf der nördlichen Seite. .(Foto nachstehend)
Nach Norden verläuft von hier aus die Gemeindegrenze zwischen Neuendorf und Härkingen.
 

                                                    
Grenzstein Nr. 26; Jan. 2012                             Strasse Härkingen – Fulenbach; neuer Stein
R324 003a;                                                      am Standort von ex Stein Nr. 27 von 1719.

Der Stein von 1719 an der Strasse von Härkingen nach Fulenbach wurde 1959 ersetzt. Am neuen Stein steht „F“ für Fulenbach und „H“ für Härkingen. (Foto oben)

Anschliessend führt der „Grenzweg“ weiter zum südöstlichen Eckstein „Dreiangel“. An diesem Punkt treffen 4 Gemeindegrenzen zusammen – und die Vogteigrenze verlief rechtwinklig nach Norden und bildet die Gemeindegrenze zwischen Härkingen und Gunzgen - dann anschliessend zwischen Egerkingen und Hägendorf.

Nach der Santelhöhe verlief die Vogteigrenze westlich nach Bärenwil. Beim Grenzstein Nr. 153 (grosser Baselstab + Wappen SO) gegenüber von Buechmatt erreichte sie die Kantonsgrenze Basel (Landschaft) / Solothurn.
SE und SW von Bärenwil markieren 2 weitere alte Steine den Grenzverlauf (siehe Tabelle).

 

Nr

Gemeinden

Flurname

Typ

Zeichen

Jahr

Koordinaten

Bemerkung

--

Neuendorf-
Niederbuchsiten

Niderban

C

N, NB

---

627'000:237’460

An Strasse;
34x24x21

--

Neuendorf-Niederbuchsiten

Lindenbrunnen-
ban /Engelistein

B

F, B %

1719

627'096:237'140

Waldweg,40m E Str.;75x35x20

--

Neuendorf-Nieder
buchsiten-Wolfwil

Aglismatt

C

N, NB, W

 

627'375:236'835

an Strasse;
30x25x20

---

Neuendorf-
Wolfwil

Chabisban

---

---

?

 

Grenzgraben, parallel zu Str.

36

Neuendorf-Fulenbach-Wolfwil

Chabisban

B

%

1719
  ?

628'410:236'618

Eckstein vf / vnb; 75x26x26

26

Härkingen-Neuen-dorf-Fulenbach

Ober Forenban

B

F, B

1719

629'043:237'342

97x38x20

27

Härkingen-Fulenbach

Usserban
(Strasse)

B

F, B

1719

629'560:237'700

Verschwunden,
ersetzt 1959

--

Härkingen-Fulenbach

Usserban

C

F, H

1959

629'560:237'695

Neuer Stein an Str; 50x37x20

--

Härkingen- Gunzgen- Boningen-Fulenbach

Dreiangel

D

F, B

1719
  ?

630'400:238'267

Runder Stein; 70x30
Eckstein vf / vnb

 

Härkingen- Gunzgen

Lerchenbüel
(Hauptstrasse)

C

H, G

---

629’200:240’300

Alte Vogteigrenze,
50x25x21

153

Egerkingen-Bärenwil

Rain, Wald ob
Str.
Hägendorf

B

SO, BS

 ?

626'810:243’258

Eckstein vf / vnb; 70x40x24

152 Egerkingen-Bärenwil Rain; Str. nach Santelhöhe B SO, BS 1891 626'822:243'195 70x37x25
  Holderbank-Bärenwil Stierenweid B SO, BS 1825 626'195:243'065 100x30x25

 

Gunzgen-Boningen

Ischlag /
Dreiangel

E

%

1858

630'750:238'180

37x37x25

Nur bei der Kombination „F, H“ steht „F“ für Fulenbach; sonst bedeutet „F“ Vogtei Falkenstein.
% bedeutet = Stein teilweise verwittert oder beschädigt. „Typ“ siehe Beispiele in „Spurensuche 16“.
vf = Vogtei Falkenstein (F) ; vnb = Vogtei Neu Bechburg.(B)

Der Grenzstein von 1858 bei „Ischlag“ an der Kiesgrube, 350 Meter östlich von „Dreiangel“ gelegen, markiert die Grenze zwischen den Dörfern Gunzgen und Boningen – welche beide zur Vogtei „Bechburg“ gehörten. (Als interessantes Objekt sei er hier trotzdem erwähnt.)
Im Siegfried-Atlas ist diese Stelle ebenfalls als „Dreiangel“ [2] eingetragen.

   Grenzstein von 1858; R308 012a; Sept. 2011  

Summary:
The article describes the unusual marking with Border Stones – inside the County of Soleure – between the former bailiwicks of Falkenstein and Bechburg. The 2 Corner Stones and 2 stones of 1719 are still in place.

8. Jan. 2012

 

 

Spurensuche 16 – Grenzsteine zwischen Oensingen und Aare bei Wolfwil

Einleitung
Die Bunkersuche führt uns oft zu historischen Grenzen, da Befestigungsbauten häufig an solchen Stellen angelegt wurden.
Bei Recherchen zur „Solothurner Grenzbesetzung 1789 – 1798“ stiess ich auf die von Major Johann Baptist ALTERMATT 1795-1798 erstellte Karte „Carte topographique du Canton de Soleure“, welche auch die Grenzsteine / Marchsteine entlang der damaligen Grenzen des Standes Solothurn präzise erfasst.

  Zum Vergrössern = 2x anklicken
Kartenausschnitt für Grenzstein Nr. 398 an der „Landstrasse gegen Basel“ (links oben) bis zum Grenzstein Nr. 433  „Wolfwiler Aaren“ am Aare-Fluss (rechts unten).

In “Spurensuche 16“ wird für die Strecke zwischen Oensingen und der Aare aufgezeigt, dass an der praktisch unveränderten Kantonsgrenze BERN / SOLOTHURN erfreulich viele historische Grenzsteine von 1764 erhalten geblieben sind – obwohl der Schutz als Denkmäler erst um 1940 erfolgte.

Wanderung entlang der Kantonsgrenze

Vom Grenzstein Nr. 398 in Oensingen verläuft die Kantonsgrenze Bern / Solothurn vorerst durch das neue, grosse Industriegebiet – und kann mangels lohnender Objekte auch übersprungen werden. Die nächsten Grenzsteine Nr. 402 und 403 stehen am so genannten Bipperkanal in Nähe der Autobahn.
Mit dem Grenzstein Nr. 404 und 405 beim Hof „Martisacher“ trifft man dann erstmals auf historische Grenzsteine von 1764. Auf der Front- und Rückseite tragen sie die Kantonswappen von Bern und Solothurn, auf der einen Schmalseite die Jahreszahl und auf der anderen die Laufnummer. Sie sind 90-100cm hoch, 35-40cm breit und 25-30cm dick.

                                           

Grenzstein Nr. 404 von 1764 beim                      Grenzstein Nr. 405 von 1764 beim
Hof Martisacher, BE + SO Wappen                  Hof Martisacher, BE + SO Wappen
Sept. 2011; R317 020a                                     Sept. 2011; R317 014a

Wo die Grenze durch den Wald verläuft ist diese zudem mit einem durchlaufenden Erdwall kenntlich gemacht. Zwischen Nr. 407 und 410 bedeutet dies rund 750 Meter Aufschüttung.
Auf dem Wall oder daneben verläuft ein Trampelpfad, dem man so problemlos folgen kann.

Neben „modernen“ Markiersteinen entdeckt man in Verlaufe der Tour auch zahlreiche alte Markiersteine auf dem Erdwall, die „Läufersteine“ genannt wurden.

                                           
Erddamm und Grenzstein Nr. 409                      „Läuferstein“, W von Nr. 409
Sept. 2011; R317 032a                                     Sept. 2011; R317 037a

Nach dem Grenzstein Nr. 410 führt der Weg aufwärts (ca. 30m) zum höchsten Punkt der Wanderung - nahe Pt. 495, Dörisrain, wo der Grenzstein Nr. 411 die Richtungsänderung nach Osten markiert. Man findet dann zwei weitere schöne Steine von 1764. Grenzstein Nr. 413 markiert den Eckpunkt der Gemeindegrenzen von Oensingen, Kestenholz und Niederbipp.
(Ab hier weglos SE bis zu Nr. 415.)

Zwischen „Dräckloch“ (Nr. 415) und „Rain“ (Nr. 419) wurden 1950 die Grenzsteine ersetzt, wobei aber Nr. 416 von 1794 bestehen blieb. 1994 wurden zudem noch die Nr. 420, 421 & 422(?) ersetzt.
Gegenüber von Nr. 419 befindet sich ein verwitterter Grenzstein (in der unten stehenden Tabelle als 419x bezeichnet) auf der Grenze zwischen den ehemaligen Berner Amtsbezirken Wangen a/A und Aarwangen (seit Neuordnung 2010 gehören beide zum Berner Kreis Oberaargau).

 

                                             
Grenzstein Nr. 423 von 1764;                             Grenzstein Nr. 424 von 1764; Berner
Wappen BE/SO verwittert, Zahlen gut                 Bär des Wappens läuft nach RECHTS;
lesbar; Nov. 2011; R320 005a                             Nov. 2011; R 320 009a

Bei den Grenzsteinen 423 – 426 erinnert nur noch der Karteneintrag „Weier“ bzw. „Grossweier“ an die beiden Weiher, deren Ausdehnung allerdings auf der Karte ALTERMATT von 1795-98 (anfangs dieses Artikels) gut zu sehen ist.

Grenzstein Nr. 426 (a) – einst am Rande des „Grossweihers“ – ist der älteste Grenzstein auf unserer Tour. Er trägt die Jahrzahl „1624“ und die Nummer „426“. Er ist 65cm hoch, 48cm breit und am Boden 36cm, an der Spitze 28cm dick.

 

                                                    
Grenzstein Nr. 426 (a) beim Wasserreservoir               Jahrzahl "1624" und Nummer "426"
Nov. 2011; R320 012a                                                Nov. 2011; R320 19a

Ebenfalls mit Nr. 426 (b) ist der folgende Stein – einst am E Ufer des Grossweihers – bezeichnet. Dieser Stein trägt als Besonderheit 2 Jahreszahlen: „1925“ und „2003“.

Der nächste Stein, Nr. 427 „Allmend“ war früher im Feld platziert, wurde jedoch um 2003 an die Hauptstrasse versetzt. Damals wurde er „aufgefrischt“ und das Solothurner Wappen farbig und die Inschriften „1764“ und „427“ in schwarzer Farbe „ergänzt“.
[Denkmalpflegerisch illegal, aber speziell auch beim Berner Wappen zwischen Lengnau/Grenchen/Schottenhof (Nr. 217) und Kienberg/Salhöchi/Gälflue (Nr. 134) öfters vorkommend.]

 

                                         
Grenzstein Nr. 427; Solothurner                       Grenzstein Nr. 427, Berner
Seite mit Nummer & Wappen                          Seite mit Berner Wappen, original belassen.
Sept. 2011; R317 056a                                   Sept. 2011; R317 057a

Im Wald, südlich der „Allmend“, folgen 2 weitere Grenzsteine von 1764, auf einem praktisch durchlaufenden Erdwall. Die Waldstrasse, die nun dort entlang führt, wird als „Schanzweg“ bezeichnet.
In diesem Wald hat die Gemeinde Schwarzhäusern einen Waldlehrpfad eingerichtet, mit rund 70 markierten & bezeichneten Baumarten und Straucharten. Beschrieb und Kartenskizze unter: www.schwarzhaeusern.ch/

Nummer 430 im Wald bei „Neuweid“ ist der letzte alte Stein, den ich finden konnte.

Die Steine 431-433 wurden offenbar ersetzt. An der Strasse Schwarzhäusern – Wolfwil ist der beim Elektrizitätswerk Wynau gesetzte Markierstein kaum zu sehen, da oft überwachsen.

   Der heutige Markierstein beim EW Wynau / R322 016a

Liste der Grenzsteine zwischen Oensingen und der Aare beim EW Wynau:

Nr

Flurname

Typ

Wappen

Jahr

Koordinaten

Bemerkung

398

Solothurner Str.

C

SO, BE

1951

620'075:237'015

Hauptstrasse, W Dorfeingang

402

Moosmatten

C

SO, BE

1969

620'720:235'930

am Bipperkanal

403

Herrenmatten

C

SO, BE

1969

620'960:236'205

am Bipperkanal

404

Hof Martisacher

B

SO, BE

1764

621'670:235'420

 

405

Hof Martisacher

B

SO, BE

1764

621'620:235'235

90x33x25cm

407

Aebisholz, N

C

SO, BE

1950

621'640:235'110

70x30x25; & 2 alte Steine

408

Aebisholz, S

C

(S - B)

1996

621'775:234'935

Buchstabe „S";"B";70x25x25

409

Walenboden, N

B

SO, BE

1764

621'950:234'710

 

410

Walenboden, S

C

SO, BE

1950

622'100:234'495

75x30x25

411

Dörisrain, W

C

SO, BE

1950

622'250:234'290

Höchster Punkt;85x30x25

412

Dörisrain, Mitte

B

SO, BE

1764

622'485:234'340

100x35x24

413

Dörisrain, E

B

SO, BE

1830 !

622'675:234'380

80x35x23; SO=113,BE=34

415

Dräckloch, W1

C

SO, BE

1950

623'160:234'060

 

416

Dräckloch, W2

B

SO, BE %

1764

623'330:234'155

 

417

Buechban

C

SO, BE

1950

623'505:234'255

 

418

Dräckloch, E

C

SO, BE

1950

623'790:234'235

 

419

Hof Witifeld/Rain

C

SO, BE

1950

624'075:234'200

 

419 x

Hof Witifeld/Rain

B

SO, BE %

1764 ?

624'100:234'170

ex Stao 419 / March ?

420

Weierrain, S1

C

(SO) - (BE)

1994

624'230:234'310

Buchstaben;60x25x2cm

421

Weierrain, S2

C

(SO) - (BE)

1994

624'285:234'495

Buchstaben;60x25x2cm

423

Weierrain, N1

B

?         %

1764

624'480:234'845

100x40x30cm;SO="837"

424

Weierrain, N2

B

SO, BE

1764

624'580:234'995

100x36x25cm

426 a

Weierrain, N...

E

---

1624 !

624'695:235'135

ÄLTESTER STEIN der Tour; h=65,b=48,d=28/36

426 b

Grossweier NE

C

SO, BE

1925 +

625'425:235'270

+Jahr 2003 = Umsetzung

427

Allmend

B

SO, BE

1764

625'460:235'145

nun an Hauptstrasse

427 a

Allmend

B

---

---

625'480:235'045

versetzt, neu an Strasse

428

Tiergartenwald N

B

SO, BE %

1764

625'485:234'835

Nun ca. 20m im Wald

429

Tiergartenwald S

B

SO, BE

1764

625'510:234'550

100x30x22cm; zusätzlich:
SO="72", BE="46"

430

Neuweid

B

SO, BE

1764

625'910:234'280

100x35x25cm

432

Strasse/E-Werk

G

---

?

626'185:234'100

Markierstein, ebenerdig

Typ der Steine: Erklärung der Buchstaben in den nachstehenden Beispielen;
Wappen:           SO = Solothurn, BE = Bern;  % = verwittert / beschädigt

Typische Grenzsteine

 

                                                         
Eckstein Champ Fahy, Lignières/NE; von 1535               Grenzstein Nr. 217 beim Schottenhof,
Wappen: Fürstbistum Basel, (Neuenburg), Bern;              Grenchen; von 1764, Wappen BE/SO;
Berner Bär lauft nach LINKS,                                          Berner Bär läuft nach RECHTS;
ca.180cm hoch; Typ „A“ (nicht auf dieser Tour)             ca. 100x35x25cm; Typ „B“
in Tabelle

 

                                                        Foto O. Weber
Runder Grenzstein Nr. 218 beim                                Stein und Sockel; Wappen Fürstbistum Basel;
Schottenhof, von 1764, Wappen BE/SO                     2003 nach A5-Autobahnbau neu gesetzt;
100x35cm; Typ D (nicht auf dieser Tour)                    (H. Rauscher, „Hornerblätter“ 2004, S.69)

                                            
Grenzstein Nr. 398 am Ausgangspunkt              Läuferstein; zahlreich; diverse Grössen;
in Oensingen; Typ 1950, 70x30x25cm;               Typ „F“: in Tabelle nicht aufgeführt
Typ „C“ in Tabelle.

 

Summary:

When searching for military fortifications in Switzerland, we often find these on former (medieval) border lines, narrow places in valleys, marked by (old) border stones.
A map of 1795-1798, drawn by Major Johann Baptist ALTERMATT during the military Border Occupation from 1789 (French Revolution) to 1798 (French Occupation/Liberation of Switzerland) gives detailed information on the Border Stones along the borders of the County of Soleure and its neighbours, the County of Berne, Principality of the Bishop of Basle and County of Basle.
Discovery tour Nr. 16 follows the border between Berne and Soleure in the area between Oensingen and the Aare river – in order to see which border stones of 1764 are still existing.

Dec. 2011

 

Spurensuche / Discovery tour   Nr. 15

Sperren in den Jura-Schluchten zwischen Viques und Gänsbrunnen /
Fortifications in the Jura canyons between Viques and Gaensbrunnen

Der nächste Weg aus dem Becken von Delsberg / Delémont durch die Schluchten von Moutier und Court (über Sonceboz - Biel) ins Mittelland wurde in „Spurensuche Nr. 14“ beschrieben. Ebenso der Weg von Delsberg über Mervelier und den Scheltenpass nach Mümlswil – Balsthal – Oensingen ins Mittelland in „Spurensuche Nr. 3“.
Der ganze Bereich gehörte zum Gebiet der Grenzbrigade 3mit Ausnahme der Werke von Mervelier und Welschenrohr (Juli 1940 - Juli 1941 = 4. Division; dann Grenzbrigade 4).

„Spurensuche Nr. 15“ befasst sich mit den Nebenachsen, welche aus dem Raum Delsberg über Gänsbrunnen nach Balsthal und Oensingen in Mittelland führen.
Gliederung:
1. Moutier – Crémines – Gänsbrunnen
2. Viques – Vermes – Envelier/Seehof – Corcelles – (Gänsbrunnen)
3.
Sperre Gänsbrunnen
4. Court – Binzberg – (Gänsbrunnen)
5. (Gänsbrunnen)  Welschenrohr – Balsthal

 
Ausschnitt LK 31 Biel, Erstausgabe von 1958: © swisstopo, Wabern

 

  1. Moutier – Crémines – Gänsbrunnen
    Diese Hauptstrasse hatte nur eine Barrikade am Ostrand von Moutier, sowie ein Sprengobjekt S Crémines; beide wurden abgebrochen.
    Im Viadukt der 1908 eröffneten „Münsterbahn“ von Crémines wurde bereits vor 1939 ein Sprengobjekt eingebaut.

     R274 008a
    Der Viadukt der „Münsterbahn“
     
  2. Viques – Vermes – Envelier/Seehof – Corcelles – (Gänsbrunnen)
    Im Becken von Delémont gelangt man E Viques zur Abzweigung in Richtung der Schluchten von Vermes. Neben der heutigen Brücke ist noch die alte Brücke zu entdecken.
    Von 1939 bis 1943/44 war die schmale Strasse durch die Schluchten nur mit 4 Sprengobjekten gesichert.
     

2a. Sperre Tiergarten, Vermes
In der romantischen Schlucht von Tiergarten findet man nach 1 km die Strassensperre von 1943, welche von der heutigen Strasse quer über den Fluss Le Gabiare auch den alten Talweg einschliesst. Die verblassende Inschrift der Erbauer: „SC. DET. ENTRET. RTE. 1 FR“ (Hilfsdienst, Strassenunterhalts-Detachement 1, Fribourg) ist auf dem Abschlussblock der Tankmauer, direkt an der Strasse, noch zu erkennen.

 

                                       
R273 013a (2011)                                        R280 012a (2011)
Barrikaden Tiergarten: Schienen/Mauer/Blöcke quer über Strasse – Fluss - Alter Talweg

In der Felswand hoch über der Brücke entdeckt man die (nun ungetarnten) 4 Scharten des 1943/44 erbauten Infanteriewerks „Tiergarten“. Gute Stelle: beim noch auf 3 Seiten mit „Tarnmalerei geschmückten“ Sperrmaterialdepot (TBH) vor der nächsten Kurve.

                                  
R273 010c;                                            Foto: Daniel Flury
Blick von Strasse auf Scharten 1-4           Tiefblick vom Werk auf die Sperre

 

                                               
R11-008                                   R11-002                                           R11-005
Werkseingang (2003)                Jk/Pak Stand, HG-Auswurf, Beob       Mg + Beob Stand

Auf der Krete über dem Werkseingang befinden sich ausser dem Notausgang noch 2 Feldstellungen und 2 Solitäre.

 

Nr.

Gemeinde

Bezeichnung

Typ

A-Nr.

Beschreibung

IST

Koordinaten

2a

Vermes
(JU)

Tiergarten

 

FW
Bar
Bar
SprO
TBH

A 1442
--
--
--

1 Jk + 1 Mg + 2 Beob
Strasse - Fluss
Alter Talweg – Fluss
ob Str., zugemauert
3seitig „tarnbemalt“

v
v
v
sp
v

600'850:241’830
600'800:241’915
600'775:241’915
600'985:241’850
601'050:241’775

Auf der Weiterfahrt lohnt sich ein Besuch der Kirche von Vermes (1722 unter Einbezug einer früheren Kapelle erbaut) wo man 1962 bei Renovationen gotische Wandmalereien aus dem 15. Jh. entdeckte.
 
 
R279 014a  (2011)
Zwischen Vermes und Envelier ist ein altes Sprengobjekt erhalten, das aber wohl bald überteert werden wird. Nach Envelier passiert man das Gehöft Rossmatt, wo sich ein Blick auf die Wandmalerei (mit Sinnspruch) lohnt.


2b. Sperre von Rossmatte / Schanz
Gleich nach Gehöft von Rossmatte gelangt man am Eingang der Schlucht zur Sperre an der heutigen Kantonsgrenze Jura/Bern. Bis 1923 endete hier die Strasse und lediglich ein schmaler Fahrweg führte über die Steilstufe hoch nach Bächlen-Seehof. An den Strassenbau erinnern die Tafeln an der Brücke im Zentrum der Sperranlagen.

Die gut erhaltene Strassensperre ist zwischen Fluss und Felswand als (von Moos überzogene) Blocksperre ausgeführt. In der Felswand erblickt man die 2 Scharten (nun ohne Tarnung) des Werkes WEST.
Etwas weiter die Strasse aufwärts kann man dann auch die 2 (ungetarnten) Scharten des Werkes OST erblicken. Die Sperre mit den beiden Infanteriewerken wurde 1943/44 erbaut und war im Juni 1944 schussbereit.
                                             
R 279 010a  (2011)                       R279 009a                                R11-009  (2003)         
Strassen-Barrikade Schanz           Scharten A 1441 = WEST         Scharten A 1440 = OST

 

                                
R11-017   (2003)                                   R11-015   (2003)
Eingang zum ASU/Unterstand               ASU A 1439, innen

 

Neben dem ASU/Unterstand A 1439 (N der Brücke von 1923) führt ein Pfad nach oben zum Eingang des Felswerks „Schanz OST“, A 1440.

                                         
R11-010            (2003)               R11-011                                   R11-012
Eingang Werk OST, A 1440       Gang, nicht ausbetoniert            Mg-Stand mit Tiefschusslafette & Panoramatafel

Auf dem Waldweg (S der Brücke von 1923) gelangt man zuerst zum Sperrmaterial-Depot (TBH) und nach Überquerung des Baches auf einem Metallsteg zum Pfad, der steil zum (verschlossenen) Eingang des Felswerks „Schanz WEST“, A 1441, hochführt.

Der Eingang liegt noch auf Gemeindegebiet von Seehof / BE, das Innere des Werks und die Scharten jedoch auf Gebiet von Envelier / JU.

                                 
©
Markus Meier, A 1441 Ouest; 01          © Markus Meier, A 1441 Ouest; 013
Eingang Werk WEST,                            Stand von Mg mit Tiefschuss-Lafette + Beob

Nr.

Gemeinde

Bezeichnung

Typ

A-Nr.

Beschreibung

IST

Koordinaten

2b

Envelier
(JU)

Rossmatte /
Schanz
OUEST / WEST

FW
Bar
Bar

A 1441
--
---

PzBK (Mg) + Beob
Strasse – Fluss
Fluss-Felsen (Blöcke)

v
v
v

604'360:239’025
604'400:239’100

2b

Seehof
(BE)

Rossmatte /
Schanz
EST/ OST

FW
Unst
TBH

A 1440
A 1439
B 8410

PzBK (Mg) + Beob
ASU, N Brücke
Sperr-Mat., S Brücke

v
v
v

604'470:239’140
604'500:239’100
604'450:239’050

 

3. Sperre Gänsbrunnen

Gänsbrunnen, auf französisch St-Joseph, liegt an der Sprachgrenze und kam 1569 durch Kauf von der Propstei Moutier-Grandval an Solothurn. Als Grenzstation zum Fürstbistum Basel und ab 1815 zum Kanton Bern war es eine wichtige Zollstation.

                                                                                           ("Gz Br 3 1938-1994")
R279 001a; Klus von Gänsbrunnen (über Bkr A 1488)         Gz Br 3, Befestigungskarte 1942        Gz Br 3, Dispositiv ab 1981

1939 bestand im Engnis lediglich eine Strassensperre an der Kantonsgrenze SO / BE neben dem Weissenstein-Eisenbahntunnel-Eingang, welche 1937 erbaut wurde.

Die Grenzbrigade 3 erhielt für die rückwärtige Zone erst ab Aug. 1940 das Ter Regiment HÖLSTEIN (Ter Bat 168 + 172), welches vorerst zur Sperre der Schluchten von Court und Moutier eingesetzt wurde. Ab April 1941 übernahm das Regiment BIRS diese Aufgaben.

Das Ter Rgt HÖLSTEIN konzentrierte sich ab April 1941 auf die südlichen Schlucht-Eingänge und die Sperre von Gänsbrunnen mit Front Gr. Malsenberg – Graitery – Moron , sowie das Halten der Höhen von Weissenstein – Montoz und Sperren der Übergänge ins Mittelland. Im Mai 1941 umbenannt in Ter Rgt JURA bestand es neu aus Ter Bat 168 + 178. Verstärkt wurde das Rgt mit der HD Bewachungs-Kp 4 (BE) bzw. HD Bew Kp 3 (SO) ab 10.8.42 und den lokalen Ortswehren.
Ab 10.8.1942 kamen die Geschütz-Bedienungen (Nr. 638-643) der sechs 8,4cm Bunker in Gänsbrunnen, Binzberg und Schlucht von Moutier-Court dazu – und Ter Rgt JURA wurde auch wieder für diese Schlucht verantwortlich. Neu wurde als Rgt-KP Standort der Binzberg festgelegt.
In Gänsbrunnen wurden 1941/42 die 4 Bunker (2 für 8,4cm Kanonen und 2 für Inf-Waffen), drei in der Klus und einer an der Weissenstein-Strasse gebaut.

Nach Aug. 1945 hiess die Truppe im Raum nun Regiment 90 (Bat 168, BE; Bat 178, SO). Von 1962-1995 bestand das Rgt 90 aus den Bat 168 + 169 (BE). Es wurden zahlreiche atomsichere Unterstände (ASU, KP und KuBu) gebaut, sowie die Sperren und Verbindungen erneuert. Auch die Grenzbrigade 3 erhielt ein Netz von 12cm Festungsminenwerfern.
1995 wurden die Grenzbrigaden aufgelöst, 2011 die 12cm Fest Mw definitiv „eingemottet“.

2004 konnte der Kanton Solothurn fast alle Objekte von der Armee übernehmen; seither werden sie vom Verein Festungswerke Solothurner Jura betreut.
Über die Besichtigungsmöglichkeiten gibt die Homepage des Vereins www.fw-so.ch/ Auskunft. Für Gruppen können auf Anfrage weitere Besuchsdaten vereinbart werden.
 

 

                                                                 

F78-03-14 Gare Ouest / Bahnhof West (oben), A 1486,                R11-023; A 1486 Mg-Stand
Bunker ohne Unterkunft, mit Bruchstein-Verkleidung                    mit Tiefschuss-Lafette
3 Scharten für: Bunkerkanone 24mm (später Mg), Beobachter, Mg; April 1943 schussbereit. 

 

                                                 
R279 005 Gänsbrunnen Tunnel, A 1487,              F78-03-12 Bkr Tunnel, A 1487;
mit guter Rabbitz-Tarnung                                  Stand für 9cm Pak + Beob; Lüftung = Handbetrieb;
nur Kampfraum, ohne Unterkunft.                       am Boden: Spuren von ehemaligem 8,4cm Geschütz


 

Das Gegenwerk wurde nach 1946 verkauft und hat KEINE A-Nummer erhalten.

                                                
R274 006a; Bunker Gare EST, 2 Scharten               R279 007a; Bkr Gare EST & ehem. Leiter-Zustieg

Im Dorf neben dem Steinbruch bilden die spätgotische Kirche von 1627 und das Pfarrhaus von 1720 ein schönes Ensemble und sind einen Besuch wert. Der Gasthof St-Josef bietet Rastmöglichkeit. Das Tanksäulen-Museum ist 2011 nach Laupersdorf umgezogen. (Energy-Park an der Hauptstrasse). www.tanksaeulenmuseum.ch/  und   www.energypark.ch/
 

In einer Wiese an der Strasse zum Weissenstein steht der Bunker A 1488 für eine 8,4cm Kanone auf Pivotrahmen mit Schussrichtung Klus.
(Nach 1947 wurden diese Feldkanonen, Modell 1879, bzw. 1881/93, endgültig verschrottet. Gleicher Bautyp wie A 1491 / A 1492 auf dem Binzberg. Auch hier wurde der Einstieg später verkleinert.)

 

                                                    
R279 002a, Bkr 8,4cm Gänsbrunnen Est, A 1488         R279 003a; Scharte A 1488, Gänsbrunnen Est

Die zwei Stollen A 1489 und A 1490 oberhalb des Bunker Bahnhof West wurden erst 1944 gebaut.
(gemäss Dr. Walter Lüem von italienischen Internierten)

                   

R22 08-09-10 ; Unterkunfts-Stollen 1, ob Bunker Bahnhof West, mit 2 Eingängen. (Fotos: 2003)

 

 

4. Court – Binzberg – (Gänsbrunnen)

Um eine rückseitige Umgehung der Sperre von Gänsbrunnen zu verhindern, musste die Verbindung Court-Gänsbrunnen verteidigt werden. Die damals nur im Talgrund verlaufende Strasse war nicht durchgehend; über den Binzberg selbst bestand nur ein Fahrweg. 

  R274 015 (2011)                   R274 011
GPH Chaluet, Mauer & Strassensperre             Mauerende am Bach       
Gemäss Angaben von Dr. Walter Lüem in GMS-Dokumentatiion „Grenzbrigade 3, Teil II“ wurde die Mauer im Sommer 1944 durch russische Internierte des Lagers Chaluet erstellt.
Die den Raum Chaluet-Court abdeckenden 8,4cm Geschütze auf dem Binzberg waren jedoch bereits 1943 in den 2 Bunkern (A1491 + A1492) schussbereit.

  R251 007 (2010)                         Karte Befestigungen Gz Br 3; 1942
A 1491-92, Bunker Binzberg N + S;                        Pfeil = frz. Angriff auf Tscharandi[berg] 1798, siehe unten)

                                              
A 1491, Binzberg Nord, F78 (2003)                       A 1491, Binzberg Nord, innen; F 78 (2003)
Beim Bunker N wurde der Geschützraumboden verändert. Gut zu erkennen (Pfeile) sind die Schienen für die Rollen des Pivotrahmens der 8,4cm Kanone.
Links ist die Scharte für den Beobachter, rechts für das Geschütz; Schussrichtung Chaluet-Court/BE.
(Mehr unter FH Hauenstein“, „Geschützbunker der Fortifikation Hauenstein für 8,4cm Kanonen mit Pivotrahmen und hydraulischer Lafetten-Rücklaufbremse“ auf dieser Site.)

Nr.

Gemeinde

Bezeichnung

Typ

A-Nr.

Beschreibung

IST

Koordinaten

4

Gäns-brunnen/SO

Binzberg Nord
Binzberg Süd

Bkr
Bkr

A 1491
A 1492

F Kan. 8,4cm + Beob
F Kan. 8,4cm + Beob

v
v

598'610:232’820
598’615:232’770

4

Court
(BE)

Chaluet

Bar
GPH

---
---

Str. in Tankmauer
Mauer; rechts/links der Strasse, total 200m

v

597'160:232’675

Während der solothurnischen Grenzbesetzung von 1789-1798 hatte der Posten auf Tscharandiberg (Binzberg) an der Grenze zum Fürstbistum Basel (ab 1797 Grenze zu Frankreich) eine unterschiedlich starke Besatzung.
Bereits am 28. Feb. 1798 – einen Tag vor dem allgemeinen frz. Angriff auf die Solothurner und Berner Stellungen am 1. März 1798 – rückten frz. Truppen von Court aus durch das Chaluet-Tal auf den Tscharandiberg vor und eroberten den solothurnischen Posten als Ausgangsbasis für den Angriff am nächsten Tag.

 

5. (Gänsbrunnen) - Welschenrohr - Balsthal
     Die Sperre Hinter Hammer (Wolfsschlucht, Tannmattgraben) mit Felswerk A 3671

Mit dem Operationsbefehl Nr. 12 der Armee vom 17.7.1940 (Bezug der Zentralraumstellung / Reduit) wurde die Sperrung des Dünnerntals der 4. Division übertragen.
Die 4. Div schuf dazu südlich der „Kampfgruppe Passwang-Schelten“ (Inf Rgt 21) ein Detachement „Sperre Dünnerntal“ unter Kdo Kdt Füs Kp III/99. Es bestand aus Füs Kp III/99, 1 Mg-Zug Füs Bat 99, 1 Füs Kp Ter Bat 178 und 1 Zug F Art Abt 10 mit 1 Geschütz 7,5cm zur Tankabwehr, mit KP in Hinter Hammer. (Bf Kdo 4. Div;  7.8.1940)
 „Zwischen dem Tannmattgraben und dem Felshang des Kamben“ (heute Chamben) wurden Feldstellungen eingerichtet.

Schon am 1.10.1940 (Bf Kdo 4. Div) wurde die „Sperre Hammer“ Teil der neuen „Kampfgruppe Süd“, welche das Sperren des Dünnerntals und der Klusen von Balsthal, mit Front N und S. als Auftrag hatte.
Die „Kampfgruppe Süd“ bestand aus Füs Bat 51 (./. Kp III/51) und Ter Füs Kp III/178, sowie 1 Zug Mot Ik Kp 4 (mit 3 Geschützen) als mobile Elemente. Zudem sollte sie über die Werke Hammer, Klus Oensingen (2) , Klus St. Wolfgang, Sperre Oberer Hauenstein (2) mit eingebauten Waffen und den entsprechenden Geschützmannschaften (1 Zug Mot Ik Kp 4, 1 Ik-Zug Füs Bat 51, 1 Bttr F Art Abt 10 und 2 Art Det 8,4cm) verfügen.

Der Kdt 4. Div – Oberstdivisionär Scherz – erwähnt im Befehl vom 1.10.40: „Die [Bau-] Arbeiten [für obige Werke] werden durch die unter Kdo 2. AK stehenden Bauorganisationen successive ausgeführt. In erster Linie sind es die wichtigen Strassensperren, Geschützstände und Unterstände. ....“ Die Truppe sollte nichts Neues mehr bauen, sondern nur noch Begonnenes fertig stellen.
Es war daher der Genie-Chef 2. AK, welcher am 30.11.1940 bzw. 18.2.1941 (beide Daten = ADAB !) den Kostenvoranschlag für die Talsperre Welschenrohr (Hinter Hammer) erstellte, mit Fr. 71'075 für Strassenbarrikade, Schienenhindernis und Felswerk.
Von Barrikade & Hindernis ist kein Baudatum erwähnt, wahrscheinlich Frühjahr 1941.

Am 1.5.1941 erfolgte der Vertrag für den Bau des Felswerks Hinter Hammer mit der Baufirma Renfer & Wetterwald, Dornach,  zum Preis von Fr. 41'377. 

                                               
    R285 006a Zugang zu A 3671                           R281 003  ex Strassenbarrikade 4428

Gemäss Operationsbefehl Nr. 13 vom 25.5.1941 wurde die 4. Division im Sommer 1941 ins Reduit (vorerst Napf-Gebiet) verschoben – und die Grenzbrigade 4 musste ihren Raum übernehmen und sich neu auf eine Verteidigung der Achsen in die Tiefe einrichten.
Im „Befehl für die Verteidigung“ vom 15.7.1941 übertrug die Gz Br 4 dem neuen Detachement Klus - Dünnern die Aufgabe, die Sperren in den beiden Klusen von Balsthal und im Dünnerntal zu halten.
Unter dem Kdo des Kdt Mot Ik Kp 24 bestand das Detachement Klus - Dünnern aus der Ter Füs Kp II/129, 1 Zug Mot Ik Kp 24 (2 Geschütze als Tankabwehr) und 4 Geschützen 8,4cm (Nr. 601-604 = Klus St-Wolfgang + Klus Oensingen), sowie der HD Bewachungs-Kp 7 (BS). KP war in Balsthal.

 Am 5.12.1941 wurden die Bauarbeiten für Geschützstand mit Eingangsstollen & Unterkunftsraum mit Fr. 47'644 abgerechnet.

               (2008)                            
R209 015a – in natürlicher Höhle                                   R209 006a – oberer Stollenteil
eingebaute, gemauerte Unterkunft                                  im ausgebrochenen Fels

                                                         
R 209 009a Geschützstand, rechts Beobachter                  R209 012a Mg-Stand


R209 009b Handgranaten-Auswürfe „Spezial“ – nahe der Decke, mit Pfeilen & Beschriftung !

Die Karte der Stellungsbauten der Gz Br 4 vom 15.4.1942 weist das Felswerk zwar mit 1 Kanone 7,5cm + 1 Mg (gemäss Projekt) aus, gemäss Auflistung im Befehl Gz Br 4 vom 15.7.1941 sollte das Werk 1 Ik 4,7cm + 1 Mg erhalten.

Auffallend ist, dass in der Übergabeliste von Festungswerken an die FW Kp 4 für die Zeit vom 1.1.-31.3.1945 als Punkt 1 (von 48 Werken) der Standort Hinterhammer, Reg. Nr. KD 4, figuriert – und zwar mit 1 Feldkanone 7,5cm + 1 Mg !

Nach 1945 war gemäss Aussage von FWK-Angehörigen permanent eine Infanteriekanone im Werk vorhanden. (Kein Betonsockel, mobil)
Die Ausräumung des Felswerks soll um 1965 erfolgt sein.

Nr.

Gemeinde

Bezeichnung

Typ

A-Nr.

Beschreibung

IST

Koordinaten

5

Welschen-rohr /SO

Hinter Hammer
(Wolfsschlucht)

FW

A 3671

FK 7,5cm / Ik 4,7cm; Beob; Mg;

v

608'920:237’020
 

 

Herbetswil/SO

Hinter Hammer
 

Bar

---

Auf Hauptstrasse ;
W PTT-Haltestelle

a

608'725:236’875

 

Herbetswil

Hinter Hammer

Spr O

---

Ehemals in Hauptstr.

sp

---

 

    Tafel am Eingang zu A 3671
Warum sich die kürzlich angebrachte Tafel mit Hinweisen auf die Solothurner Truppen gerade an diesem Felswerk befindet, ist unklar –ebenso weshalb man die 4. Division, zur Bauzeit verantwortlich für diesen Raum, weggelassen hat.
Der Sinnspruch dürfte sich wohl auf die Armee XXI beziehen.
- Grenzbrigade 4, 1938 – 1994
- Mechanisierte Division 4, 1962 – 1994
- Panzerbrigade 4, 1995 – 2003
- Infanteriebrigade 4, 2004 – 2010

Noch ein Blick zurück:  

Der Hammerrain wurde bereits während der solothurnischen Grenzbesetzung von 1789-1798 (vor dem Franzoseneinfall) im Bericht über die Besichtigung der Grenze zum Fürstbistum Basel zwischen Mieschegg und Gänsbrunnen am 13. Oktober 1792 erwähnt:
 „.... Sollte sich der Posten Gänsbrunnen zurückziehen müssen, so wäre am Hammerrain wieder Aufstellung zu nehmen, wo man sowohl über den Balmberg als aus dem Thal Verstärkung erhielte.“

(Borrer, Paul; General Altermatt und die SO Grenzbesetzung von 1789-1798 ; SO 1937; Seite 7.)

 

Quellen und Literatur :

Ungedruckte Quellen: Schweizerisches Bundesarchiv, Bern (BAR)
E 5480 (A); 1973/21; Bd.171 Bauprogramm ab 1940; Bauprogramm 1943-1945;
Stand der Bauarbeiten 1942; Bautenkontrolle; Berichte
E 5480 (A); 1973/21; Bd. 178 Sperren 1940-1942
E 5795; 1000/951; Bd. 316 Persönlicher Stab des Generals:
Befehle 1940-1944: Gz Br 3, 4 & 5+ Div 4, 5 & 8.
E27; -/9001; Bd. 14272 Verbindungs-Of 2. AK: Rapport über (Bau-) Situation

Autor

Titel

Borrer, Paul General Altermatt und die solothurnische Grenzbesetzung von 1789-1798;
Separatdruck St-Ursen-Glocken; Solothurn; 1937; 68 Seiten

Burgener, Louis

Le service actif de la br fr 3 / 1939-45 / Aktivdienst der Gz Br 3 ;
Démocrate, Delémont ; 1964 ; 39+8 Seiten

Fink, Urban /
Wermelinger, Fritz / u.a.

Solothurner Artillerie (Beitrag 8,4cm & 7,5cm Feldkanonen, S. 84-97 und "Franzoseneinmarsch 1798", S. 41-50)
Habegger-Verlag, Derendingen; 1997, 303 Seiten

Grunenwald / de Weck / Roten / Stauffer

Die Grenzbrigade 3  (1938-1994);
Kdo Gz Br 3; 1994; 114 Seiten

Keller, Arnold

Géographie militaire de la Suisse 1907, Secteur Jura bernois;
(übersetzt/erweitert in frz.) Editions Le Roset, Auvernier, 2000; 188 pages

Keller / Lovisa

Militärische Denkmäler in den Kantonen Neuenburg & Jura;
Generalstab VBS/armasuisse; Bern, 1998, 44 Seiten

Keller / Lovisa / Bitterli

Militärische Denkmäler in den Kantonen Solothurn & Basel;
Generalstab VBS/armasuisse, Bern; 2001; 48 Seiten

Keller / Lovisa /
Vogt / Siegrist

Militärische Denkmäler in den Kantonen Bern & Freiburg;
VBS/armasuisse, Bern; 2006; 48 Seiten

Lüem, Walter

Die Grenzbrigade 3 im Zweiten Weltkrieg, Teil II;
GMS-Reisedokumentation; GMS Wettingen, 2003, 54 Seiten
(mit ausführlichen Skizzen von Markus Meier)

Lüem, Walter Die Grenzbrigade 4 im Zweiten Weltkrieg;
GMS-Reisedokumentation; GMS Wettingen; 1998, 42 Seiten

de Weck, Hervé

Fortification de la position-clé des Rangiers (1870-1995)
Société jurassienne des officiers ; Porrentruy, 2010 ; 106 Seiten

Markus Meier, Arlesheim, danke ich für die Benützung seiner Skizzen, Fotos, Unterlagen und mündlichen Informationen zu den in „Spurensuche 15“ beschriebenen Festungswerken.
Daniel Fluri danke ich für die Benützung eines Fotos.
Urban Fink, Verein Festungswerke Solothurner Jura, danke ich für ADAB-Unterlagen zum Werk A 3671

Summary: Discovery tour 15 starts at Viques near Delémont and shows the road block fortifications in the romantic and impressive canyons of Thiergarten and Rossmatte. The main strong point is at Gaensbrunnen where the railroad tunnel of Weissenstein connects it since 1908 with Soleure. Binzberg is on top of a small mountain pass leading to Court (tour 14). A road block at Hinter Hammer near Welschenrohr covered the Thal valley.
In march 1798, the attacks of the French Revolution Army against the City States of Soleure and Berne took place on these locations. The French occupation and Napoleons mediation led to the Helvetic Republic – and the oppressed subjects (territories under the rule of dominating cities & communities) became finally free citizens.

The fortifications of Gaensbrunnen are now maintained by an association which offers visits on special days or for groups. For details see: www.fw-so.ch/

 

 

Spurensuche / Discovery tour Nr. 14     

Sperren in den Jura-Schluchten von Moutier und Court
Fortifications in the Upper Birs valley between Delémont and Court

Ausgangspunkt ist Courrendlin/JU  an der teilweise eröffneten Autobahn „Transjuranne“. Aus dem Becken von Delémont/Delsberg führt die wichtigste Verbindung nach Süden ins Mittelland durch die vom Fluss Birs geschaffenen Schluchten von Moutier/Münster und Court.

Seit dem Mittelalter gehörte das Gebiet der Schluchten zur Propstei von Moutier-Grandval und damit zum Fürstbistum Basel. 1798 kam es – wie bereits 1793 die nördlichen Teile des Bistums Basel (Raurakische Republik) zum frz. Departement Mont-Terrible und dann 1800 zum frz. Departement Haut-Rhin.
Im Wiener Kongress wurde es 1815 dem Kanton Bern zugesprochen.
Seit 1979 gehört der nördliche Teil zum neu gegründeten Kanton Jura (Vellerat erst seit 1996); der südliche Teil verblieb beim Kanton Bern und die Kantonsgrenze verläuft nun bei La Roche St-Jean, zwischen Choindez und Roches.

Im Dorf Courrendlin kommt man am markanten, spätgotischen Archivturm vorbei.

  R 272 001a
Turm mit Uhr von 1697  

1 km S Courrendlin erreicht man das Engnis von Choindez mit der ersten Sperre.

(An die Geschichte der einstigen Von Roll-Eisenwerke erinnert ein Museum in Choindez; täglich geöffnet – nach vorheriger Absprache mit Francis Bélat, Tel. 032-436 13 02 oder 079 244 81 64.)

                               
R 271 001a                               R 271 007a                       R 271 005a
Reste der Strassen- & Fluss-Sperren                                 Felswerk ob Sperre an Bahnlinie, N Tunnel

 

Nr.

Gemeinde

Bezeichnung

Typ

A-Nr.

Beschreibung

IST

Koordinaten

1a
1b
1c
1d

Choindez
(JU)

Choindez N
Choindez S
Choindez
La Verrerie

FW
Bkr
Bar
Bar

A 1443
A 1444
---
---

1 Mg; ob SBB; FT.
Ik 4,7cm (9cm Pak)
Str / Fluss / SBB
Str nach Rebeuvelier

v
v
sp
v

595'240:241’650
595'170:241’500
595’300:241’650
596'700:240’575

2a

2b

Vellerat (JU)

Vellerat

Point 612

FW

Bar

A 1445

---

1 Mg + Beob (1944 mit
Schussrichtung Nord)
Str. Courrendlin

v

a

595'000:241’750

595'075:241’800

3a
3b

Moutier
(BE)

Pont de Penne
Pont de Penne

Bkr
Bar

A 1446
---

1 PzBK 24mm (Mg)
Str Choindez - Moutier

v
v

595'570:237'900
595'620:237'920

  

Abkürzungen:
AW = Artilleriewerk; Bar = Barrikade; Bkr = Bunker; FW = Felswerk; Ik = 4,7cm Infanterie-Kanone;
Kan. = 8,4cm Kanone, Mg = Maschinengewehr; Pak = 9cm Panzerabwehr-Kanone;
PzBK = Panzer-Bunkerkanone 24mm; SBB = Eisenbahn; Str. = Strasse; Unst = Unterstand (ASU = atomsicherer Unst) .
FT = Fels-Tarnung; HT = Haus-Tarnung; ST = Stall-/Scheunen-Tarnung; INS = Gedenktafel, Denkmal
SPALTE „IST“ :  a = abgebrochen;  e = eingemottet; sp = Spuren;  v = vorhanden. 

 


R 89 002  (2005)
Gorges de Moutier / Pont de Penne / Bunker ob Strassensperre

Zwischen Choindez und Moutier gab es zudem Sprengobjekte, die inzwischen aufgehoben sind, ebenso wie die Strassenbarrikaden vor und in Moutier.  Einige der Befestigungen der Gorges de Court liegen zudem auf Gemeindegebiet von Moutier, südlich der Ortschaft. (siehe nachstehende Tabelle)

Nr.

Gemeinde

Bezeichnung

Typ

A-Nr.

Beschreibung

IST

Koordinaten

4a
4b
4c
4d
4e

4f

Moutier
(BE)

Gorges de
Court  NORD

FW
Bar
ASU
Unst
Bkr

FW

A 1494
---
F 3528
A 1495
A 1496

----

1 PzBK 24mm (Mg)
Str Moutier-Court
Alte Brücke/Pfad Bkr
FW, Zugang via Leitern
8,4cm Kan.(9cm Pak)
ob Bahnlinie; FT
1 Lmg (1944);

v
sp
v
v
v

??

593'350:234’670
593'390:234'670
---
riskanter Aufstieg
593'350:234’320

nicht gebaut ?

 
R 272 023a Neben dem Werkseingang führen Leitern hoch zum Unterstand

                   
R 270 020a - Felswerk Nord      R 270 019a - Felswerk Nord
Detail der Schartentarnung       Scharte, davor (ob Birs) Reste der Strassensperre

                                                       
R 11 029  (2003)  - Felswerk Nord                                 R11 028  (2003) - Felswerk Nord
Scharte links für Beobachter; daneben anschliessend     Scharte rechts für 24mm PzBK; später Mg

                                                    
R 272 012a                                                               R 272 013a    (2011)
Bunker Nord
für 8,4cm Kanone, später 9cm Pak, mit imposanter und gut erhaltener Felstarnung

  R 24 029 (2003)
Die Tafel an der Felswand, ca. 100 Meter S des Felswerks, erinnert an den Bau und die Eröffnung der Schluchtstrasse im Jahr 1752 durch den Fürstbischof von Basel, Joseph Wilhelm Rinck von Baldenstein.
In seiner Amtszeit von 1744-1762 erfolgten zahlreiche Reformen. Ebenso anerkannte der Bischof im Vertrag von Biel 1758 die Burgrechte Berns - und Bern die Hoheit des Bischofs als Landesherr des Südjuras. In Arlesheim/BL begann die Erweiterung des Doms.

Der südliche Ausgang der Schlucht von Court hat folgende Befestigungen:

Nr.

Gemeinde

Bezeichnung

Typ

A-Nr.

Beschreibung

IST

Koordinaten

5a
5b
5c
5d
5e

Court
(BE)

Gorges de
Court  SÜD

Bkr
Bar
FW
FW
ASU

A 1497
---
A 1498
A 1499
F 3530

8,4cm Kan.(9cm Pak)
Str Moutier - Court
1 PzBK 24mm (Mg)
1 Lmg (ob Bahntunnel)
u/Fels; a/Wanderweg

v
a
v
v
v

592’740:233’420

592’930:232’850
593'100:232'875
---

 

                     
R 24 025 (2003)                        (Foto IMG 4875 - Daniel Fluri)
Bunker A 1497 (Eingang + Scharten) für 8,4cm Kanone (später 9cm Pak)

   
(Foto IMG 4910 - Daniel Fluri)
Felswerk A 1498 - Scharten             
 

Unter www.festung-oberland.ch findet man 2 Fotoreportagen über die Befestigungen in den Schluchten von Court und Moutier (unter: „Anlagen Schweiz – BE – Sperren – Gorges de Court Süd bzw. Nord“, von wo das obige Foto stammt.

Bezüglich Details der eingesetzten Waffen empfehle ich, auf obiger Site nachzulesen unter „Waffen“ die illustrierten Ausführungen über
Maschinenwaffen (Maschinengewehr & 24mm Pak/Bunkerkanone),
- Lafetten (Festungslafetten)
- Scharten/Panzerungen (eine Vielzahl von Typen! )

Generell wurden bei allen Grenzbrigaden nach 1945 die im Aktivdienst erstellten Befestigungswerke zum Teil aufgegeben oder nur noch als Unterstände vorgesehen, zum Teil modernisiert.
Ab 1947 wurden die 8,4cm Krupp-Feldkanonen, Modell 1879, bzw. 1881/93, endgültig verschrottet.
(Gz Br 3 = 2 ex Court, 2 ex Binzberg, 2 ex Gänsbrunnen, 3 ex Les Rangiers / Montgremay)
Später wurden auch die 24mm PzBK, die 4,7cm Ik und die 7,5cm Kanonen in den wichtigsten Anlagen ersetzt
durch 9cm Pak 50/57; die Mg 11 durch Mg 51.
Nach 1978 erhielt auch die Gz Br 3 mit den 12cm Zwillings-Festungsminenwerfern in Monoblock-Anlagen ein weiteres, sehr effektives Verteidigungsinstrument. Auch die Bereiche der Schluchten von Moutier und Court sind/waren damit abgedeckt ....

Literatur :

Autor

Titel

Burgener, Louis

Le service actif de la br fr 3 / 1939-45 / Aktivdienst der Gz Br 3 ;
Démocrate, Delémont ; 1964 ; 39+8 Seiten

Fink, Urban /
Wermelinger, Fritz / u.a.

Solothurner Artillerie (Beitrag 8,4cm & 7,5cm Feldkanonen, S. 84-97)
Habegger-Verlag, Derendingen; 1997, 303 Seiten

Grunenwald / de Weck / Roten / Stauffer

Die Grenzbrigade 3  (1938-1994);
Kdo Gz Br 3; 1994; 114 Seiten

Keller, Arnold

Géographie militaire de la Suisse 1907, Secteur Jura bernois; (*)
(übersetzt/erweitert in frz.) Editions Le Roset, Auvernier, 2000; 188 pages

Keller / Lovisa

Militärische Denkmäler in den Kantonen Neuenburg & Jura;
Generalstab VBS/armasuisse; Bern, 1998, 44 Seiten

Keller / Lovisa /
Vogt / Siegrist

Militärische Denkmäler in den Kantonen Bern & Freiburg;
VBS/armasuisse, Bern; 2006; 48 Seiten

Lüem, Walter Die Grenzbrigade 3 im Zweiten Weltkrieg, Teil II;
GMS-Reisedokumentation; GMS Wettingen, 2003, 54 Seiten
(mit ausführlichen Skizzen von Markus Meier)

de Weck, Hervé

Fortification de la position-clé des Rangiers (1870-1995); (*)
Société jurassienne des officiers ; Porrentruy, 2010 ; 106 Seiten

(*) Erhältlich bei OG Jura / SJO: http://www.militariahelvetica.ch/sjo/publications.htm

Markus Meier, Arlesheim, danke ich für die Benützung seiner Skizzen, Unterlagen und mündlichen Informationen zu den in „Spurensuche 14“ beschriebenen Festungswerken.
Daniel Fluri danke ich für die Benützung von 2 Fotos.

Summary: The article describes a Tour to Swiss Fortifications in the canyons of the Upper Birs river in the Jura Mountains, built in 1939/40 and 1944 during WW2. Some of these fortifications were upgraded during the “Cold War” and used up to 1994 when the “Army ‘95” was implemented.
Feb. 2011

 

Spurensuche in „Fortifikation Hauenstein“ / Discovery Nr. 13

Nummer 13 als „Glücksbringer“ berichtet über einige Entdeckungen im Raum der „Fortifikation Hauenstein“.

bulletDie Kameraden Daniel Fluri und Hanspeter Schwitter/Werner Imhof unterrichteten mich fast gleichzeitig über ihren Besuch der schwer zugänglichen „Gallerie Schattenbergwand“. Darauf wird im Kapitel „Gewehrgalerien der FH“ näher eingegangen werden. Vorerst herzlichen Dank für die Hinweise und Fotos.

 „Gallerie Schattenbergwand“ Foto: D. Fluri 

 

bulletBei einer Tour am Chilchzimmersattel lernte ich Luciano und Daniela Colombi kennen, welche mich gleich noch zum Maschinenhaus der Scheinwerferstellung „Schattenberg“ mitnahmen. Ihre Informationen werden ins Kapitel „Scheinwerferstellungen der FH“ einfliessen. Besten Dank.
bulletMehrfach bestätigt wurde die frühere Existenz der beiden 8,4cm Bataillonsgeschütze am Chilchzimmersattel – und ihren Standort „in der (damaligen) Wiese am Weg zum „Spitzenflüeli“, W der Tanksperre aus dem Aktivdienst.

 

bulletAm 13.4.2008 konnte ich schliesslich noch den richtigen Standort des 8,4cm Bataillonsgeschützes Nr. 19 finden, welcher in allen bisherigen Karten/Skizzen falsch eingetragen ist. (Koord. 628'355 / 248'025 ist meine Messung.)
Der Zugang im Steilhang oberhalb der Autobahn-Einfahrt verlangt Trittsicherheit.
 R198-15a                          R198-02a

Es handelt sich um ein Unikat: Eingang und 3 Seiten in Beton, aber oben mit Balkendecke und Stein-Überdeckung. Es ist das einzige erhaltene Objekt in der FH mit einer Balkendecke statt Betondecke. Allerdings ist diese Decke einsturzgefährdet – wie der herabgestürzte Balken (mit Auflagekerbe) im Foto zeigt.

             R198-05a                          R198-14a
            Das letzte Bild, vor der Scharte aufgenommen, bestätigt Fuhrer’s Angaben
            auf Seite 659: „Schussrichtung/Wirkungsbereich = Hinderniszone N Stammburg“.

Noch bleibt in der „Fortifikation Hauenstein“ vieles zu klären und zu entdecken.

 

Summary: various discovery tours in the area of the „Hauenstein Fortification“ of WW1 brought additional information – also the real location and todays status of the bunker Nr. 19 for 8.4cm gun could be found. It is the only known construction of that type in the FH-area.

15.4.2008

 

 

Spurensuche / Discovery tour Nr. 12

Von Frick über Kienberg - Salhöchi nach Erlinsbach /
Fortifications between the rivers Sisseln and Aare

Für die letzte Spurensuche-Tour zu Befestigungen auf Achsen, welche über die Solothurner Jurahöhen ins Mittelland führen, begeben wir uns ins Fricktal – Ausgangspunkt ist Frick.

Von 1386 bis 1799 gehörte das Fricktal zu Vorderösterreich (Breisgau). Nach dem Einmarsch der französischen Revolutionstruppen wurde es 1802 als „Kanton Fricktal“ in die Helvetische Republik eingegliedert und 1803 an den Aargau angeschlossen. (An die einjährige Dauer des „Kantons Fricktal“ wurde 2002 im Fricktal mit diversen Feiern erinnert.)

1939/40 war die 3. Division (Berner Truppen) im Fricktal eingesetzt und baute den Kessel von Frick massiv aus. (Nachbarn waren damals: rechts 5. Div, links 4. Div)

Unsere Spurensuche-Tour beginnt am SW-Rand von Frick bei der Sperre von Oberfrick mit den beiden bereits 1938 gebauten Bunkern, die heute zugewachsen sind.

Nr.

Gemeinde

Bezeichnung

Typ

A-Nr.

Beschreibung

IST

Koordinaten

1a
1b
1c

Oberfrick *
Wittnau (AG)

Chrummacher
Schneggenberg

Bkr
Bkr
GPH

4516
4517
---

Inf Bkr, Ik/Mg/Beob
Inf Bkr, Mg
Drahtsperre, 1938

v
v
a

641’900:259’870
641’630259’980
talquerend

*) heute auf Wittnauer Gebiet, da Grenzänderung nach 1988
- Die Liste der verwendeten Abkürzungen finden Sie am Anfang von „Spurensuche Nr. 11“

Bei der Weiterfahrt nach Wittnau ist zwar von der Strassensperre am S-Dorfausgang nichts mehr zu sehen – jedoch lohnt sich ein Abstecher auf den Altenberg zur Stellung der F’Art Bttr 22 (F’Art Abt 8 / 3. Div). Die 4 Stände für 7,5cm F’Kan. waren unterirdisch verbunden.

   Blick auf Bächlimatt

Nr.

Gemeinde

Bezeichnung

Typ

A-Nr.

Beschreibung

IST

Koordinaten

2

Wittnau

Altenberg

Bkr

4518

Art Beob, mit UG

v

641’250:258’720

2a
2b
2c
2d
2e

Wölflinswil
(AG)

Bächlimatt

Bkr
Bkr
Bkr
Bkr
Bau

4519a
4519b
4519c
4519d
4519e

Art Bkr
Art Bkr
Art Bkr
Art Bkr
Zugang zu Stollen

v
v
v
v
v

641'030:257’225
640'995:257’210
640'980:257’245
640'955:257’285
640'980:257’220

Wer nach dem Abstieg nach Wölflinswil noch weiter bis zum Bänkerjoch fahren möchte, kann auch die folgenden Objekte besuchen:

   Panzermauer Asp/Oberhof

Nr.

Gemeinde

Bezeichnung

Typ

A-Nr.

Beschreibung

IST

Koordinaten

2f
2g

2h
2i

Oberhof
(AG)

Asp / Oberhof


Oberhof E
Oberhof W

GPH
INS

Schild
Bkr

---
---

4537
4538

Pz Mauer
Geb Mitr Kp IV/39
Lst Sap Kp II/33;1940
Ik-Schild
ex Schild

v
v

v
v

talquerend
642'700:254’740

642'770:254’630
642'420:254’580

2k
2l

Oberhof

Benken-Eich
Benken

Bkr
Schild

4535
4536

8,4cm Art Bkr/Pak
Ik-Schild

v
v

644'450:234’600
644'170:254’870

 

Zurück in Wittnau  (nach diesen Abstechern) wäre dort ein weiterer Abstecher sehr zu empfehlen: Besuch der vielfältigen Artilleriestellungen im Raum Limperg-Buschberg und der Artillerie–Beobachtungswerke zwischen Wegenstetter Fluh und Tiersteinberg.
(Diese rund 50 Objekte werden demnächst als separater Artikel Nr. 11A aufgeführt.)

Sonst gelangt man schon nach kurzer Fahrt zur Sperre von Rätschtel. Ein Halt ist lohnend, denn sie besteht aus einer talquerenden (2006 eingeebneten) Panzermauer, welche sich beidseitig im Wald fortsetzt, sowie einer Bachsperre – und 2 beachtlichen Bunkern.
Bei der Brücke über den Bruggbach markiert ein Stein die Kantonsgrenze BL/SO.

Nr.

Gemeinde

Bezeichnung

Typ

A-Nr.

Beschreibung

IST

Koordinaten

3a
3b
3c
3d

Wittnau
(AG)

Rätschtel E
Rätschtel E
Rätschtel W
Rätschtel

Bkr
INS
Bkr
GPH

4520
---
4521
---

Inf Bkr, Pak/Mg
Lst Sap Kp III/23
Inf Bkr, Pak/Mg
Mauern, Blöcke

v
v

v

640’050:256’980
Bkr-Stirnseite
639’900:257’110
talquerend

Einen Kilometer nach der Sperre von Rätschtel (bei Pt. 478) betreten wir die Solothurner (Fast-) Enklave Kienberg, die mit dem übrigen Kantonsgebiet nur auf einer Breite von 100 Metern (W Klinik Barmelweid) verbunden ist. Die 8,5 km2 grosse Gemeinde mit heute 500 Einwohnern kam 1523 durch Kauf an Solothurn und gehört zum Bezirk Gösgen.
Die frühbarocke Saalkirche von 1627/35 enthält 3 klassizistische Stuckaltäre von 1777. Neben den Burgruinen von Heidegg und Alt-Kienberg sind typische Bauernhäuser aus dem 18. und 19. Jahrhundert erwähnenswert.

Nr.

Gemeinde

Bezeichnung

Typ

A-Nr.

Beschreibung

IST

Koordinaten

4a
4b
4c

Kienberg
(SO)
 

Steinbruch
Schürmatt E
Schürmatt W

Schild
Bkr
Bkr

4543
4542
4541

für 7,5cm F’Kan.
Art Bkr 8,4cm Kan.
Art Bkr 8,4cm Kan.

v
v
v

640'320:253’940
640'460:253’090
640'350:253’000

   Artilleriebunker Schürmatt E       Skizze A 4542 von Markus Meier

Die beiden Bunker von Schürmatt wurden erst nach Herbst 1940 durch Baufirmen für die 5. Div gebaut.
(Armee Op Bf Nr. 12 vom 17.7.40 befahl die Verschiebung der 3. Div ins Reduit. Die 5. Div übernahm daher zusätzlich deren Raum mit dem Auftrag „durch in die Tiefe gestaffelte Sperren der Achsen“ einen Vorstoss über die Jurapässe ins Mittelland zu verhindern.)

Beim Bunker auf der Salhöhe lohnt sich zudem ein Blick auf den alten Grenzstein mit Solothurner und Berner Wappen – also aus der Zeit vor Gründung des Kantons Aargau anno 1803.

Von der Salhöhe geht es steil bergab in Richtung Aaretal.

 

Nr. Gemeinde Bezeichnung Typ A-Nr. Beschreibung IST Koordinaten

5a

5b
5c

Erlinsbach
(AG)

Salhöhe
Salhöhe
Breitmis
Breitmis

Bkr
Bar
Bkr
GPH

4540
---
4539
---

ex Schild,24mm BK
Strassen-Barrikaden
Pak Stand
Toblerone + StrBar

v
a
v
v

641'480:253’210

641'690:251’420

 Bunker Breitmis, darunter GPH + Str Bar

Nach dem Engnis von Breitmis gelangen wir zu den drei Gemeinden mit „Erlinsbach“ im Namen (2xSO + 1xAG) – sind im Mittelland und damit am Ende dieser Tour angelangt.

Literatur:

Autor

Titel

Hohl, Dieter

50 Jahre Grenzbrigade 4 (1939-1989);
Kdo Gz Br 4; o.A., o.J.; 42 Seiten

Keller, Silvio / Lovisa, Maurice /
Bitterli, Thomas

Militärische Denkmäler in den Kantonen Solothurn & Basel;
Generalstab VBS/armasuisse; Bern, 2001, 48 Seiten

Keller, Silvio / Lovisa, Maurice /
Geiger, Patrick

Militärische Denkmäler im Kanton Aargau;
VBS/armasuisse; Bern, 2006, 52 Seiten

Lüem, Walter

Die Grenzbrigade 4 im Zweiten Weltkrieg, Teil Ost + West;
GMS-Reisedokumentation; GMS Wettingen, 1998/2000, 57 S.

Lüem, Walter

3. Div im Fricktal (1939/40) – Einsatz verst. 3. Div in der Armee-
stellung; GMS-Dokumentation; GMS Wettingen; 1999, 35 S.

Ritschard, Paul

Die Berner Division (3. Div) 1876-1985;
Bern; 1985; 240 Seiten

Schaffhauser, Hans Ruedi

„Ausverkauf der militärischen Heimat“; in
OGinform, Offiziersgesellschaft BS/BL, Nr. 2/2006; S. 12-17

Zwicky, Peter

„Finish“ Magazin der Gz Br 4; Kdo Gz Br 4, 1994; 48 Seiten

Markus Meier, Arlesheim, danke ich für die Benützung seiner ausführlichen Skizzen, Pläne, Karten, Fotos und Tabellen über die in „Spurensuche“ beschriebenen Festungswerke. Ohne seine jahrelange Vorarbeit im Gelände und am Schreibtisch wären diese „Spurensuche-Artikel“ nicht möglich geworden.

Mit dem Surensuche-Bericht Nr. 12 ist die Reihe über „Befestigungen an Jura-Übergängen auf oder mit Solothurner Gebiet“ abgeschlossen. Ich hoffe, dass Sie im Gelände – oder zumindest virtuell – einige interessante Routen und Regionen entdecken konnten.

Summary: The article describes a tour to fortifications built at the begin of WW2 in a section of the Jura mountain chain. Mainly constructed by the 4th Infantry Division in 1939/40, they were finally taken over by the 4th Border Brigade in 1941.
During the “Cold War” period, some fortifications were updated (new machine guns, 9cm antitank-guns), new shelters (ASU) and fortress mortars (12cm Fest Mw) were added, but other constructions just got a minimum maintenance or were abandoned.
”Discovery tour Nr. 12” marks the end of that serial about the fortifications in the Jura mountain chain – with elements on the territory of the Canton of Soleure.

23. Okt. 2007

 


Spurensuche / Discovery tour Nr. 11
 

Von Rothenfluh im Ergolztal nach Stüsslingen im Aaretal
Fortifications between the Eibach and Aare valley

Ausgangspunkt ist wieder Sissach/BL an der Autobahn A2, wie in Tour # 08, # 09 und #10.

Nach dem Tunnel der neuen Ortsumfahrung von Sissach fährt man der Ergolz entlang aufwärts bis Rothenfluh. Am Dorfeingang sieht man die das Tal querende Panzermauer; die beiden flankierenden Bunker liegen oberhalb und etwas zurückversetzt.
An der alten Landstrasse erinnert ein hübscher Brunnen mit Basellandschäftler Wappen und einer Inschrift „1940, [Füs Kp] I/138“ an die Erbauer der Panzermauer – unter Leitung der Sappeur Kp III/23, deren Inschrift an der Mauer:  „Mot Sap III/23,1940“ bei der Verbreiterung der Kantonsstrasse 1996 verschwunden ist.

 
Tankmauer bei Alter Landstr., Richtung A 3501

Nr.

Gemeinde

Bezeichnung

Typ

A-Nr.

Beschreibung

IST

Koordinaten

-

Ormalingen

Brühl

Unst

3500

Zentrale, Art Rgt 4

v

633'860:257’770

1a
1b

1c
1d

Rothenfluh / BL

Rothenfluh N
Rothenfluh S
Rothenfluh S
Rothenfluh
Rothenfluh

Bkr
Bkr
INS
GPH
INS

3501
3502
3502
---
---

Inf Bkr (Ik/Mg)
Inf Bkr (Ik/Mg)
1939;Ter Kp III/140
Panzermauer
Brunnen;1940; I/138

v
v
v
v
v

635'585:257’200
635'435:256’880

(talquerend)
635'350:256’925

Abkürzungen: Art = Artillerie; Bar = Barrikade; Bkr = Bunker; F’Kan. = Feldkanone; GPH = Gelände-Panzerhindernis; Ik = 4,7cm Infanterie-Kanone; Mg = Maschinengewehr; Pak = 9cm Panzerabwehr-Kanone; Stel = Stellung; Tkb = Tankbüchse/24mm Bkr Kan.; Unst = Unterstand.
FT = Fels-Tarnung; HT = Haus-Tarnung; ST = Stall-/Scheunen-Tarnung; INS = Gedenktafel, Denkmal
SPALTE „IST“ :  a = abgebrochen;  sp = Spuren;  v = vorhanden. 

2 km SE von Rothenfluh befindet sich in der Ergolz das grosse Biotop Thalwiesen, zu dem die Amphibien über grossräumig verlegte Plastikröhren und Strassenunterquerungen gelangen können.

    Biotop Thalwiesen

In der folgenden Ortschaft Oltingen sollte man sich einen Blick auf das Haus an der Schafmattstrasse Nr. 68 mit dem Wandbild einer 7,5cm Feldkanone gönnen, welches an die Feldbatterie 36 im Aktivdienst 1939/40 erinnert.

SE von Oltingen gelangt man auf der Schafmattstrasse – nach Passieren der abgebrochenen, einst 527m langen Schienensperre am Waldeingang – zur zweiten Sperre von Winterhalden.
Sehenswert ist die Bachsperre mit interessanter Treppenkonstruktion und Spuren einbetonierter Schienen. Gegenüber befindet sich ob der Strasse ein Gedenkstein „HD.STR.UH.DET.BE 1 - ANNO 1943“ zur Erinnerung an die Männer des Berner Hilfsdienst-Strassen-Unterhalts-Detachementes 1. Bequem erreichbar ist der Schild (A 3537) für eine 7,5cm Feldkanone zwischen Strasse und Waldweg.

                
Bachsperre + Ik-Schild       Bunker A 3536

Im Steilhang oberhalb der Bachsperre steht – mühsam erreichbar – der kleine Bunker (A 3536) mit seiner speziellen Beobachtungskuppel. Er besteht aus einem senkrecht einbetonierten Stahltank mit ausgeschnittener Scharte und eingesetzter Türe. Oben auf dem Stahltank befindet sich ein kleines Lüftungstürmchen.

Nr.

Gemeinde

Bezeichnung

Typ

A-Nr.

Beschreibung

IST

Koordinaten

2a
2b
2c
2d
2e

Oltingen /
BL

Büel
Chlapfen
Winterhalden
Chlapfen
Winterhalden

Bar
Bar
INS
Bkr
Schild

---
---
---
3536
3537

Schienen
Bach-/Hangsperre
Gedenkstein
Beob-Kuppel
7,5cm Feld-Kanone

a
v
v
v
v

637'775:253’230
637'860:253’090
637'850:253’065
637'900:253’120
637'950:253’080

Weiter in Richtung SE gelangt man problemlos zur SCHAFMATT und überquert unterhalb der Geissfluh die Kantonsgrenze BL/SO – auch ein schöner Aussichtspunkt – bei Balmis.

Ab hier geht’s abwärts Richtung Aaretal und nach dem Weiler Rohr erreicht man bald das Engnis von Blauenstein. Von der ursprünglichen Sperre mit einem Ik-Schild – später zum Bunker umgebaut – und einer Bach- und Strassensperre sind der Bunker und Teile der Bachsperre erhalten.
(Altes Foto: siehe ADAB-Heft „Mil. Denkmäler Kt. SO, Seite 47, links Mitte. Info von Markus Meier.)

   A 3538, Bunker Blauenstein

Nr.

Gemeinde

Bezeichnung

Typ

A-Nr.

Beschreibung

IST

Koordinaten

3a

3b

Stüsslingen
SO

Blauenstein
(Stüsslingen N)
Blauenstein

Bkr

Bar

3538

---

Ik (2 Scharten) und Beobachter/Lmg
Str.- + Bachsperre

v

sp

639'730:249’840

639'710:249’830

Ab Stüsslingen bietet sich Gelegenheit, entweder über den Unteren Hauenstein oder über Erlinsbach – Salhöchi – Kienberg zum Ausgangspunkt der Tour zurückzukehren.

(Die Sperren von Oberfrick – Rätschtel – Kienberg – Salhöchi – Breitmis, sowie die Artilleriestellungen von Limperg/Wittnau [A2937-2950] werden in einem nächsten Spurensuche-Artikel behandelt.)

Literatur:

Autor

Titel

Hohl, Dieter

50 Jahre Grenzbrigade 4 (1939-1989);
Kdo Gz Br 4; o.A., o.J.; 42 Seiten

Keller, Silvio / Lovisa, Maurice /
Bitterli, Thomas

Militärische Denkmäler in den Kantonen Solothurn & Basel;
Generalstab VBS/armasuisse; Bern, 2001, 48 Seiten

Keller, Silvio / Lovisa, Maurice /
Geiger, Patrick

Militärische Denkmäler im Kanton Aargau;
VBS/armasuisse; Bern, 2006, 52 Seiten

Lüem, Walter

Die Grenzbrigade 4 im Zweiten Weltkrieg, Teil Ost + West;
GMS-Reisedokumentation; GMS Wettingen, 1998/2000, 57 S.

Schaffhauser, Hans Ruedi

„Ausverkauf der militärischen Heimat“; in
OGinform, Offiziersgesellschaft BS/BL, Nr. 2/2006; S. 12-17

Schaffhauser, Hans Ruedi

„Die Fortifikation Hauenstein“, in
OG BS/BL, 2005, S. 1-23

Zwicky, Peter

„Finish“ Magazin der Gz Br 4; Kdo Gz Br 4, 1994; 48 Seiten

Markus Meier, Arlesheim, danke ich für die Benützung seiner ausführlichen Skizzen, Pläne, Karten, Fotos und Tabellen über die in „Spurensuche 11“ beschriebenen Festungswerke.

2. Okt. 2007

Summary: The article describes a tour to fortifications built at the begin of WW2 in a section of the Jura mountain chain. Constructed by the 4th Infantry Division in 1939/40, they were finally taken over by the 4th Border Brigade in 1941.
During the “Cold War” period, some fortifications were updated (new machine guns, 9cm antitank-guns), new shelters (ASU) and fortress mortars (12cm Fest Mw) were added, but other constructions just got a minimum maintenance or were abandoned.

 

Spurensuche/Discovery tour Nr. 10

Im Eital, von Gelterkinden über Zeglingen nach Wisen
Fortifications in the Eibach valley between Gelterkinden and Wisen

Ausgangspunkt ist wieder Sissach/BL an der Autobahn A2, wie in Tour # 08 und # 09.
Diesmal folgen wir dem Tal des Eibaches nach Süden – durch den Artillerieraum der 4. Div in der ehemaligen Armeestellung 1939-41.

Nach dem Tunnel der neuen Ortsumfahrung von Sissach fährt man zuerst noch im Ergolztal nach Ormalingen. Am E Dorfausgang liegt bei Pt. 433 die Abzweigung zu den Höfen Wintersrain/Weierhof. Wenn man das Auto am kleinen Weiher (Tal), S des Weierhofs, parkiert, geniesst man einen schönen Waldspaziergang zu den folgenden Stellungen der F Art Abt 10. Zwar sind die meisten Scharten zugemauert, viele Bunker zugeschüttet – ausser bei A 3508 und A 3511, die auch begehbar sind..

          
Weierhof                        Art Bkr A 3508

Nr.

Gemeinde

Bezeichnung

Typ

A-Nr.

Beschreibung

IST

Koordinaten

1a
1b
1c
1d
1e

Ormalingen
(BL)

Weierhof S
Weierhof SW 1
Weierhof SW 2
Weierhof SW 3
Weierhof SW 4

Unst
Bkr
Bkr
Bkr
Bkr

3503
3504
3505
3506
3507

Im Wald, ob Str.
Art Bkr 7,5cm
Art Bkr 7,5cm
Art Bkr 7,5cm
Art Bkr 7,5cm

v
v
v
v
v

634’020:256’560
633’870:256’670
633'820:256’730
633'755:256’730
633'550:256’900

2a
2b
2c
2d
2e

Gelterkinden
(BL)

Ärntholden 1
Ärntholden 2
Ärntholden 3
Ärntholden 4
Ärntholden

Bkr
Bkr
Bkr
Bkr
Unst

3508
3509
3510
3511
3512

Art Bkr 7,5cm
Art Bkr 7,5cm
Art Bkr 7,5cm
Art Bkr 7,5cm
(bei Bkr 2)

v
v
v
v
v

633'220:256’470
633'160:256’430
633'130:256’420
633'100:256’410
633'200:256’440

Abkürzungen: Art = Artillerie; AW = Artilleriewerk; Bar = Barrikade; Bkr = Bunker; Div = Division; F’Kan. = Feldkanone; GPH = Gelände-Panzerhindernis; Ik = 4,7cm Infanterie-Kanone; M = Mitte; Mg = Maschinengewehr; Pak = 9cm Panzerabwehr-Kanone; SBB = Eisenbahn; Str. = Strasse; Tkb = Tankbüchse/24mm Bkr Kan.; Unst = Unterstand.
FT = Fels-Tarnung; HT = Haus-Tarnung; ST = Stall-/Scheunen-Tarnung; INS = Gedenktafel, Denkmal
SPALTE „IST“ :  a = abgebrochen;  sp = Spuren;  v = vorhanden. 

             

Rückseite Bkr A 3511        Scharte A 3511

Anschliessend fährt man zurück nach Gelterkinden, wo sich SE des Schwimmbades am Fitness-Parcours die nächste Art Stel befindet. Auch hier sind die Scharten zugemauert und die Objekte meist überdeckt.

Nr.

Gemeinde

Bezeichnung

Typ

A-Nr.

Beschreibung

IST

Koordinaten

3a
3b
3c
3d
3e
3f
3g

Gelterkinden
(BL)

Wolfsteigen 1, S
Wolfsteigen 2, M-S
Wolfsteigen 3, M-N
Wolfsteigen 4, N
Wolfsteigen
Wolfsteigen 1
Wolfsteigen 2

Bkr
Bkr
Bkr
Bkr
Unst
Unst
Unst

3513
3514
3515
3516
3517?
3518
3519

Art Bkr 7,5cm
Art Bkr 7,5cm
Art Bkr 7,5cm
Art Bkr 7,5cm
verschwunden
(8,4 x 6,2m)
(3,9 x 3,9m)

v
v
v
v
a
v
v

632’700:256’230
632’650:256’250
632'600:256’270
632'560:256’280
632'710:256’140
632'570:256’210
632'580:256’250

Knapp einen Kilometer weiter SE gelangen wir dann an Sperre von Tecknau, einst besonders wichtig wegen des Nordportals des („neuen“) Hauenstein-Eisenbahntunnels.
Die das Tal querenden Panzermauer (mit Tarnbemalung), sowie eine Gedenktafel von den Erbauern „1940 - Mot Sap Kp III/23“ und die beiden Bunker von 1940 sind erhalten.

Nr.

Gemeinde

Bezeichnung

Typ

A-Nr.

Beschreibung

IST

Koordinaten

4a
4b
4c
4d
4e

Tecknau
(BL)

Tecknau E
Tecknau W
Tecknau
Tecknau
Tecknau

Bkr
Bkr
GPH
INS
INS

3520
3521
---
---
---

Ik/Pak, Beob, Mg
Mg, Beob
N Bhf; talquerend
Wappen an A3520
u/Str.n.Wenslingen

v
v
v

v

633'900:255’460
633'700:255’200


633'800:255’365

 

4f

 

Wenslingen
(Eingang = Tecknau)

Batterie Scherz /
Artillerie-Kaverne

AW


INS

3535


---

In Felswand für 3 F'Kan. 7,5cm; erbaut März-Juni 1940.
2 Tafeln

v

 

Nur mit ortskundigem Führer besuchen!

            Scharten G1 + G2 von A 3535 (Foto: Markus Meier)  

Auf der Höhe von Rünenberg/Kilchberg können wir anschliessend gleich zwei imposante Art Stel entdecken, welche für die Schwere Motorkanonen Abteilung 4 mit ihren 10,5cm Kanonen erbaut wurden. Speziell ist der zusätzliche Schartenschutz mittels Baumstämmen – wie das von Oberst Engeli im Sommer 1940 aufgenommene Foto (Privatarchiv Max Rudolf) zeigt. Spuren der Eisen sind teils noch zu sehen.

                                  
Baumstämme als Schartenschutz            Markus Meier am Denkmal

Nr.

Gemeinde

Bezeichnung

Typ

A-Nr.

Beschreibung

IST

Koordinaten

5a
5b
5c
5d
5e
5f
5g
5g
5h

Rünenberg
(BL)

Steinholz E Steinholz M-E
Steinholz M-W
Steinholz W
Steinholz 1
Steinholz 2
Steinholz 3
Steinholz,H
ütte
Dorfplatz

Bkr
Bkr
Bkr
Bkr
Unst
Unst
Unst
INS
INS

3522
3523
3524
3525
3526
3527
3528
---
---

Art Bkr 10,5cm
Art Bkr 10,5cm
Art Bkr 10,5cm
Art Bkr 10,5cm
ex Mun Mag
Unterstand
ex Mun Mag
DENKMAL
Stein: F Bttr 34

v
v
v
v
v
v
v
v
v

632'820:254’430
632'750:254’480
632'700:254’480
632'640:254’490
632'790:254’350
632'750:254’380
632'720:254’340

633'495:253’690

 

Nr.

Gemeinde

Bezeichnung

Typ

A-Nr.

Beschreibung

IST

Koordinaten

6a
6b
6c
6d
6e
6f

Kilchberg
(BL)

Chilchstüdeli E
Chilchstüdeli M-E
Chilchstüdeli M-W
Chilchstüdeli W
Chilchstüdeli 1
Chilchstüdeli 2

Bkr
Bkr
Bkr
Bkr
Unst
Unst

3529
3530
3531
3532
3533
3534

Art Bkr 10,5cm
Art Bkr 10,5cm
Art Bkr 10,5cm
Art Bkr 10,5cm
Unterstand
ex Mun Mag

v
v
v
v
v
v

634'500:253’440
634'430:253’470
634'390:253’490
634'330:253’440
634'450:253’390
634'380:253’430

Hinweis: Die Objekte A 3501-02 und 3536-38 werden in einem nächsten „Spurensuche“-Artikel besprochen.

Nr.

Gemeinde

Bezeichnung

Typ

A-Nr.

Beschreibung

IST

Koordinaten

6a
6b

Zeglingen
(BL)

Wolfacker
Murblen

Schild
Schild

3539
3540

für 7,5cm Kan.
für 7,5cm Kan.

v
v

636'100:251’860
635'800:251’260

Die beiden Schilde E und SE des Dorfes von Zeglingen wurden zur Sperre der Umgehungsmöglichkeiten über Bergmatten/Schafmatt durch die 5. Div. betoniert.

Wenn wir von Zeglingen in Richtung Wisen weiterfahren, passieren wir nach knapp 2km die Kantonsgrenze und befinden uns im vorderen Bereich der Fortifikation Hauenstein aus dem 1. Weltkrieg. Die ausgedehnten Befestigungen am Wisenberg/Bad Ramsach laden zu einer weiteren Tour ein.

Nr.

Gemeinde

Bezeichnung

Typ

A-Nr.

Beschreibung

IST

Koordinaten

7a
7b

Wisen
(SO)

Zwillmatt
Zwillmatt

Schild
Bar

3541
---

für 7,5cm Kan.

a
a

634'530:249’930

 

Der Schild im Steinbruch von Zwillmatt ist verschwunden; weitere Spuren erinnern jedoch an dieses „Einfallstor“ zur Passhöhe des „Unter Hauenstein“.
Hinweis: die Achse des „Unter Hauenstein“ ist in „Spurensuche # 9“ beschrieben.

 

Literatur:

Autor

Titel

Hohl, Dieter

50 Jahre Grenzbrigade 4 (1939-1989);
Kdo Gz Br 4; o.A., o.J.; 42 Seiten

Keller / Lovisa /
Bitterli

Militärische Denkmäler in den Kantonen Solothurn & Basel;
Generalstab VBS/armasuisse; Bern, 2001, 48 Seiten

Lüem, Walter

Die Grenzbrigade 4 im Zweiten Weltkrieg, Teil Ost + West;
GMS-Reisedokumentation; GMS Wettingen, 1998/2000, 57 S.

Schaffhauser, H. R.

„Artillerie-Kaverne Wenslingen im 2. Weltkrieg“ in
“Heimatkunde Wenslingen“; 8 Seiten = Kapitel 10; 1998

Schaffhauser, H. R.

„Ausverkauf der militärischen Heimat“; in
“Oginform“, Offiziersgesellschaft BS/BL, Nr. 2/2006; S. 12-17

Schaffhauser, H. R.

„Die Fortifikation Hauenstein“, in
OG BS/BL, 2005, S. 1-23

Zwicky, Peter

„Finish“ Magazin der Gz Br 4; Kdo Gz Br 4, 1994; 48 Seiten

Markus Meier, Arlesheim, danke ich für die Benützung seiner ausführlichen Skizzen, Pläne, Karten, Fotos und Tabellen über die in „Spurensuche 10“ beschriebenen Festungswerke

 

Summary: The article describes a Tour to Swiss Fortifications and artillery positions in the Jura Mountains, built 1939/40 at the begin of WW2 . Some of these fortifications were upgraded during the “Cold War” and used up to 1994 when the “Army ‘95” was implemented.

30. Juli 2007 / Koordinaten-Korrektur: A 3539/3540 - 27.1.2009

 

Spurensuche / Discovery tour Nr. 9  

Unterer Hauenstein (Sissach-Trimbach) / Lower Hauenstein passroad

Ausgangspunkt ist Sissach an der Autobahn A2, wie in Tour # 08. Diesmal fahren wir durch das Homburgertal auf der Strasse des Unteren Hauenstein-Passes nach Süden.

[Nördlich von Sissach gibt es zahlreiche Bauten der „Armeestellung“ von 1939/40 zu sehen, welche sich von Frick her kommend über Wischberg – Farnsburg – Buuseregg – Sissacher Flue bis E von Liestal (Bad Schauenburg) hinzieht.]

Nr.

Gemeinde

Bezeichnung

Typ

A-Nr.

Beschreibung

IST

Koordinaten

1a
1b
1c

Diepflingen
(BL)

Diepflingen E
Diepflingen W
Diepflingen

Bkr
Bkr
GPH

3542
3543
---

Ik/Pak + Mg
Ik/Pak + Mg;   ST
Mauer

v
v
v

630’560:254’910
630’350:254’660
630'370:254’820

2a
2b
2c

Rümlingen/BL
Wittinsburg
(BL)

Tschattnau E
Tschattnau W
Tschattnau

Bkr
Bkr
GPH

3544
3545
---

Ik/Pak + Mg
Ik/Pak + Mg;   ST
Mauer

v
v
v

631'060:253’675
630'880:253’800
630'955:253’820

3a
3b
3c

Läufelfingen
(BL)

Läufelfingen E
Läufelfingen W
Läufelfingen

Bkr